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Gedicht an den Wirt


Fülltest wieder Glas und Gral
Voll mit Schaum und Glanz,
Badest nun mit sanftem Schwall
Meine Leber ganz.

Breitest aus an meinem Tisch
Lindernd deinen Dunst,
Wo das Gerstensaft Gemisch
Schenkt mir seine Gunst.

Argen Nachdurst ahnt mein Herz
Schon mit trüben Blick,
Taumelnd zwischen Suff und Schmerz
Wird die Leber dick.

Fließe, gieße liebes Fass
Nimmer werd ich voll,
Schenk mir doch ein neues Maß
Das ich kippen soll.

Ich vertrink es noch einmal,
Was so wertvoll ist!
Das der Wirt zu meiner Qual
Keinen Strich vergisst!

Rausche, Fluß, den Schlund entlang,
Stets auf einen Zug,
Fehlt dir Weib und auch Gesang,
Tröstet dich der Krug.

Wenn du kurz nach Mitternacht
Aus der Kneipe fliegst
Oder in der gelben Pracht
Deiner Kotze liegst.

Selig, wer sich jeden Tag
Ohne Hast betrinkt,
Hagelvoll mit einem Schlag
In die Gosse sinkt.

Was, dem Wirte gut bezahlt
Und so fein gebraut,
Dort zum wiederholten Mal
Bein und Rock versaut.