Hochzeitsgedichte

Der Braut am Polterabend

Ich bringe dir ein leeres Buch,
die Blätter drin noch ohne Bild und Spruch.

Sie sollen einst, wenn sie beschrieben sind,
dir bringen ein Erinnern hold und lind;

an liebe Worte, die man zu dir sprach,
an treue Augen, die dir blickten nach –

Drauf leg ich dir von dunklen Myrtenreis
den grünen Kranz, der aller Kränze Preis.

Nimm ihn getrost! Denn muss ich auch gestehn,
er wird wie alles Laub dereinst vergehn.

So weiß ich doch, wenn tat um Tag verschwand,
hältst du den Zweig mit Früchten in der Hand.

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