Ostergedichte

Das heilige Mahl

Als das letzte Mahl zu Ende,
Nimmt der Heiland Brot und Wein
In die segensvollen Hände,
Weiht sie zum Genusse eine.

Mark der Erde, Brot zum Leben,
Wein, des Himmelstrahles Kind,
Will er opfern, will er geben
Hin den Seinen, die er nimmt.

Wie in Dir, o Herr, sich einet
Erd’und Himmel wunderbar,
In den Gaben auch erscheinet
Erd’und Himmel tief und klar.

„Nehmet hin: mein Leib geworden
Ist das Brot, mein Blut der Wein!
Opfert sie an allen Orten
Unter der Gestalten Schein!”

Heil´ges Opfer, Mahl der Gnaden,
D`rin der Herr sich selber gibt—
Kommet, Alle sind geladen,
Alle ja der Spender liebt!

Fand der Stolz im alten Eden
für den Lebensbaum den Tod,
Wird der Demut hier gegeben
Ew’gen Lebens Morgenrot.

Kommt, o kommt von allen Wegen,
Kranke, Arme ohne Zahl,
Fluchbeladene zum Segen,
Kommt, o kommt zum Liebesmahl!

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