Zimmerbestellung

Personen: Herr Schmitz und der Portier

Dauer: 5-8 Minuten

Raumgestaltung:
Bei diesem Telefonsketch werden 2 Tischen mit je 1 Telefon darauf und einem Stuhl daneben benötigt. Auf dem Tisch des Portiers muss noch ein Buch liegen, das Terminabsprachebuch.

Um die räumliche Trennung der beiden Herren zu demonstrieren, werden die Telefone, soweit es der Platz zulässt, auseinander gezogen und dazwischen wird eine Trennwand oder eine andere optische Trennung aufgestellt.

Herr Schmitz benötigt während seines Telefongesprächs noch ein Glas und eine Flasche, die mit einer beliebigen trinkbaren Flüssigkeit gefüllt ist und Schnaps darstellen soll. Diese beiden Dinge können entweder auf oder unter seinem Tisch stehen.

Kostüme:
Der Portier benötigt eine Art Uniformjacke. Sollte diese nicht vorhanden sein, werden auf eine normale Jacke Streifen oder Abzeichen genäht. Außerdem könnten die Knöpfe mit Gold-, oder Silberpapier umwickelt werden.
Herr Schmitz benötigt kein Kostüm.

Szene:
Es ist wichtig, dass der Portier nicht fließend deutsch spricht. Dadurch werden für den Zuschauer die Missverständnisse zwischen ihm und Herrn Schmitz verständlich. Dieses „Nichtverstehen“ sollte sich auch im Gesicht des Portiers wieder spiegeln. Am besten wird dieser Gesichtsausdruck vorher vor dem Spiegel ausprobiert. Herr Schmitz muss hingegen versuchen, seine wachsende Verzweiflung zu spielen. Er kann aufstehen, sich wieder hinsetzen, sich die Haare raufen, mit den Fingern auf den Tisch trommeln, den Kopf schütteln, sich vor die Stirn schlagen, oder zwischendurch einen Schnaps trinken. Ebenso stark sollte seine Erleichterung in dem Moment zum Ausdruck kommen, wenn er hört, eine Zimmer sei frei: Aufatmend lehnt er sich zurück, um im nächsten Moment, beim letzten Satz des Portiers wie von der Nadel gestochen wieder aufzuspringen.

Der Sketch:
Schmitz: Hallo, ist da der Portier? Hier ist Schmitz, Zimmer 19
Portier: Ja, hier Portier, am Apparat!
Schmitz: Ich fliege morgen nach Paris. Reservieren sie mir doch bitte dort ein Zimmer mit Bad.
Portier: Bitte warten, ich werden nachschauen. (Er blättert in seinem Buch). Es tun mir leid. Wir keine Zimmer freihaben. Bitte Sie versuchen nächste Woche! (legt auf)
Schmitz: (wählt neu) Hier ist Schmitz noch einmal, Zimmer 19! Sie haben mich eben falsch verstanden. Ich brauche ein Zimmer in Paris, nicht hier in London!
Portier: Oh, sie rufen extra an aus Paris? Das tut mir leid, aber wirklich ist kein Zimmer frei.
Schmitz: Nein, ich bin nicht in Paris, ich bin hier in London! Ich möchte aber ein Zimmer in Paris.
Portier: Sehr wohl, Herr. Aber dieses Hotel sein nicht in Paris, hier ist London.
Schmitz: Das weiß ich, ich wohne doch hier.
Portier: Hier bei uns?
Schmitz: Jaa, Zimmer 19!!!
Portier: Oh, Sie nicht zufrieden?
Schmitz: Doch, aber ich muss geschäftlich nach Paris fliegen.
Portier: Ich sollen Gepäck holen?
Schmitz: Ja, morgen!
Portier: Sehr wohl, gute Nacht! (legt auf)
Schmitz: (trinkt erst einen Schnaps und wählt dann neu) Hier ist noch einmal Schmitz. Ach bitte, reservieren sie mir doch nur ein Zimmer mit Bad.
Portier: Moment (blättert in seinem Buch), ist leider alles belegt.
Schmitz: Ich will kein Zimmer in diesem Hotel!!! Ich habe schon eins, Zimmer 19!!!
Portier: Nr. 19 (blättert in seinem Buch) – ist leider besetzt.
Schmitz: Ja, von mir zum Donnerwetter, und morgen wird es frei!
Portier: Sie wollen anderes Zimmer?
Schmitz: Nein (ganz langsam), ich ziehe morgen hier aus und möchte dann ein Zimmer in Paris!
Portier: Für Morgen?
Schmitz: Ja.
Portier: Sie warten ich nachschauen. (Blättert in seinem Buch) mit Bad?
Schmitz: Ja.
Portier: Sie Glück haben, Herr! Ich habe morgen ein Zimmer für sie!
Schmitz: (aufatmend) Na, Gott sei Dank!
Portier: Zimmer 19 wird morgen frei werden!

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