Der Apfelbaum

20. Dezember 2021
Weihnachtsgedichte
0 0

Es war einmal ein Apfelbaum
Die Blätter grün, der Stamm war braun
nur der Arme stand so schief
es schien fast so, als ob er schlief

Die Aepfel waren süss und sauer
genau so wollte es der Bauer,
doch niemand kommt nun ihn zu stützen
niemand will seine Früchte nützen

So steht er da, alt und verknorrt
auf einer Seite schon verdorrt
dort wachsen keine Aepfel mehr
auch Blätter gibt er kaum noch her.

Im letzten Herbst da sah ich ihn
und ging ganz zögernd zu ihm hin
Ich wollte meinen Hunger stillen
und vielleicht auch mein Körbchen füllen.

Da lagen sie, die Kinder sein,
und ich biss herzhaft in einen hinein
war das ein königlicher Schmaus !
Der Saft der spritze nur so raus.

Kein Apfel, den man kauft im Laden,
kann so ein Aroma in sich haben,
alle sind mehlig, ohne Geschmack
drum landen viele im Abfallsack.

Nun ging ich jede Woche hin
wenns niemand sah, umarmt ich ihn
Im Frühling, voller Blütenpracht
‘ne Bitte ich ihm dargebracht,

Er möge doch so gütig sein
und machen viele Aepfelein
im Herbst , ich würd’s ihm ewig danken
ihm dafür meine Liebe schenken

Und siehe da, das ist ja toll
nun hängen seine Zweige voll
schon viele Körbe konnt ich pflücken
Die Knochen tun mir weh vom Bücken.

Und wenn ihr denkt er sei nun leer
irrt ihr euch, den es hat noch mehr
Im Schnee fand ich im letzten Jahr
noch welche, glaubt mir, es ist wahr!

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertung)
Autor:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.