Weihnachtsgedichte

Weihnachtsstimmung in der Schule

So still ist’s heute in der Runde,
Halb schon im Dämmer liegt der Raum,
Und auf des Jahres letzte Stunde
Senkt sich der Weihnacht holder Traum.

Die Flocke tanzt im wilden Reigen,
Die Dächer glänzen dicht verschneit,
Und auf den kahlen Lindenzweigen
Duckt sich der Spatz ins warme Kleid.

Weihnachten! – Mädchen sinnt und Bube,
Als geh’ ein Wunderbares vor,
Als stehe schon in trauter Stube
Die Tanne grün in Licht und Flor.

Da horch! mir ist, als ob im Kreise
Ein Flügelrauschen ich vernähm’,
Und mir in tiefster Seele leise
Erklingt es wie gen Bethlehem:

“O Christkind, komm! und laß dich halten
Inmitten dieser Kinderschar;
Schau tief in ihres Herzens Falten,
Ob ich dein treuer Helfer war.

“Und ließ ich welken eine Blüte,
Und tat ich nicht, wie du gewollt,
Dann sei in deiner Himmelsgüte
Auch mir, dem großen Kinde, hold!”

Die Glocke klingt – und zum Gebete
Erheben sich die Hände fromm,
Und wie ich vor die Reihen trete,
Fleh’ ich noch einmal: “Christkind, komm!”

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